Wanderung: Über dem Überlinger See

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Über dem Bodensee zwischen den Molassefelsen

Von Sipplingen zum Haldenhof

Der Ausgangspunkt unserer Wanderung ist Sipplingen, eine kleine Gemeinde mit etwas mehr als 2000 Einwohnern. Sipplingen liegt direkt am Bodensee oder genauer gesagt am Überlinger See. Der klein Ort schmiegt sich mit seinen kleinen windenden Gassen und engen Straßen direkt an das nördliche Steilufer des Überlinger Sees an.

Man erreicht die Gemeinde über die alte Bundesstraße 31 entweder vom vier Kilometer östlich gelegenen Ludwigshafen oder vom sechs Kilometer westlich gelegenen Überlingen oder mit dem Zug.

Von Sipplingen zum Haldenhof

Am Ende des Haldenhofweg, Kreuzung "Am Schallenberg", beginnt unsere Wanderung in Richtung Haldenhof. (Achtung hier oben gibt es keine Parkplätze, also am besten in einem Parkhaus im Ort parken.) Es geht steil bergauf, d.h. von etwas mehr als 400 Metern auf ca. 600 Meter. Am Wegkreuz, siehe 3. Bild rechte Seite, können wir uns entscheiden, ob wir erst nach dem steilen Aufstieg noch eine Pause im idyllisch gelegenen Haldenhof genießen wollen, oder direkt Richtung Hödinger Tobel weiter wandern wollen.

Haldenhof

Panorama Überlinger See Der Weg zum Haldenhof lohnt sich. Nicht nur wegen der gutbürgerlichen Bewirtung mit Fisch, Wild und Vesperkarte sondern vor allem wegen der grandiosen Aussicht. Ursprünglich hieß der Haldenhof "uff der Halden" und diente als Wirtschaftshof der Burg Hohenfels. Der Hof wird 1441 erstmals in einer Urkunde erwähnt.
Ein paar Impessionen von dem, was einen dort erwartet, sieht man im vierten bis achten Bild auf der rechten Seite: Vom Aussichtspunkt am Haldenhof über den Überlinger See
Noch eine kleine Warnung: Falls Sie wegen der Bewirtung hochwandern wollten, sollten Sie vermeiden, es an einem Montag zu tun, denn dann haben Sie dort Ruhetag! Außerdem nich in den Monaten November bis Februar, weil dann dort geschlossen ist.

Zum Hödinger Tobel

Die weitere Wanderung zum Hödinger Tobel geht erst durch dichten Wald, aber dennoch schimmert auch hier immer wieder das Wasser des fast 200 Meter tiefer liegenden Bodensees zwischen den Bäumen durch. Nach etwa 1,5 Kilometern beginnt sich der Wald mehr und mehr zu lichten. Immer wieder gibt es Lichtungen, die einen freien Blick auf den Bodensee erlauben. Zahlreiche Sitzbänke laden zum Verweilen und zum genießen der Landschaft ein.

Hödinger Tobel

Tobel oder Dobel ist ein in Süddeutschland, der Schweiz und Österreich gebräuchliches Wort, was eine enge Schlucht bezeichnet, insbesondere eine im Wald gelegene Schlucht. Das Gebiet des Hödinger Tobel im Überlinger Molassegebiet wurde bereits im Jahr 1938 zum Naturschutzgebiet erklärt. Dieses grandiose Gebiet 300 Meter westlich des Ortes Hödingen, - ein Ortsteil von Überlingen, - entstand durch nacheiszeitliche Wassererosion. Der Tobelbach verliert auf einer Länge von circa 2 Kilometern etwa 170 Meter Höhe. Füf Pflanzenliebhaber finden sich dort seltene und schützenswerte Pflanzen, wie z.B. das Ausdauernde Silberblatt, der Blauschwingel, das Leberblümchen, der Butrote Storchschnabel und andere.

Sieben Churfürsten

Nach dem Verlassen des Tobels halten wir uns rechts und folgen dem Wanderweg in Richtung 7 Churfürsten. Bei den sieben Churfürsten handelt es sich um bis zu sieben Meter hohe schlanke säulenförmige Felsen aus Sandstein, die in der Nacheiszeit durch Erosion durch Regen und Wind geformt worden sind. Jeder Fels dieser Felsformation ist von einer Art Mütze aus Fels gekrönt. Man hat den Eindruck, dass diese Kronen ebenso die Felsen selbst von Künstlerhand geformt sein könnten, aber es handelt sich um ein reines Werk der Natur. Allerdings haben sich viele Wanderer und Liebespaare im Fels verewigt. Man kann die Churfürsten auch sehr bequem vom Parkplatz Süßenmühle aus erreichen. Von dort sind es nur etwa 400 Meter Fußweg.

Burghalde

Alle Wanderungen haben ein Ende, aber bevor wir nach Sipplingen zurückkehren, steigen wir noch zur Burghalde empor. Die Herren von Hühneberg bauten auf dem Hühneberg im 12. Jahrhundert eine Burg, von der allerdings nur noch ein kläglicher Rest ist, vermutlich ein Teil der Mauer oder des Wohnturmeserhalten. Die Burg auf dem Hühneberg wurde im 30jährigen Krieg zerstört.

Variante der Wanderung

Man startet in Sipplingen am Sportplatz, wo es auch leichter ist einen Parkplatz zu finden, und folgt dort der Beschilderung Richtung Burghalde. Von der Burghalde dann zu den sieben Churfürsten und dann macht man ddie Schlucht des Hödinger Tobels von unten kommend.


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