Rheinfall

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Rheinfall bei Schaffhausen
Der Rheinfall in Neuhausen bei Schaffhausen ist der grösste Wasserfall Europas. Bei einer Höhe von 23 Metern und einer Breite von 150 Metern stürzen zwichen 95 Kubikmeter (gemessen 1921) und 1250 Kubikmeter in der Sekunde über die Felsen in ein bis zu 13 Metter tiefes Becken. Die Abflussmenge ist natürlich auch abhängig von der Jahreszeit. Im Winter fließen durchschnittlich 250 Kubikmeter Wasser pro Sekunde, während der Rhein im Sommer mit dem Schmelzwasser der Alpen im Schnitt 600 Kubikmeter Wasser pro Sekunde am Rheinfall hat. (Quelle: Offizielle Informationstafel am Rheinfall)

Es gibt prinzipiell zwei Möglichkeiten sich dem grandiosen Naturschauspiel des Rheinfalls zu nähern: Von dem Ort Laufen aus kann man, nachdem man einen Kiosk und den Innenhof der Jugendherberge passiert hat, sich dem tosenden Wasser auf einer steilen und manchmal rutschigen Treppe bis auf Tuchfühlung nähern. Man kommt dem Wasserfall so nahe, dass Fotographen und Fotographierte bisweilen von der Gischt durchnässt werden. Eine andere Möglichkeit sich dem Rheinfall zu nähern ist Neuhausen. Von dort kommend sieht man den Fall zuerst aus der Entfernung und kann sich ihm in einem gemütlichen Fußmarsch nähern. Anschließend kann man über eine Eisenbahnbrücke mit fantastischem Ausblick auf den oberen Teil des Falles zur Jugendherberge in Laufen gelangen.

Vom Schlößchen Wörth aus, welches unterhalb des Rheinfallbeckens lliegt, hat man auch die Möglichkeit sich mit Ausflugbooten in verschiedenen Varianten dem Naturschauspiel zu nähern. Die interessanteste dürfte wohl die Fahrt zum mittleren Felsen in der Mitte des Falles sein. Von der Spitze dieses Felsens hat man eine grandiose Aussicht unter ohrenbeteubendem Lärm der Wassermassen nach allen Seiten.

Ein Brief von Goethe an Schiller: Stäfa den 25. September 1797:
Den 18ten widmete ich ganz dem Rheinfall, fuhr früh nach Laufen und stieg von dort hinunter, um sogleich der ungeheuern Überraschung zu genießen. Ich beobachtete die gewaltsame Erscheinung, indeß die Gipfel der Berge und Hügel vom Nebel bedeckt waren, mit dem der Staub und Dampf des Falles sich vermischte. Die Sonne kam hervor und verherrlichte das Schauspiel, zeigte einen Theil des Regenbogens und ließ mich das ganze Naturphänomen in seinem vollen Glanze sehen. Ich setzte nach dem Schlößchen Wörth hinüber und betrachtete nun das ganze Bild von vorn und von weitem, dann kehrte ich zurück und fuhr von Laufen nach der Stadt. Abends fuhr ich an dem rechten Ufer wieder hinaus und genoß von allen Seiten bei untergehender Sonne, diese herrliche Erscheinung noch einmal.
Die ersten sechs Bilder auf der rechten Seite sind mit jeweils zwei Teilen des Gedichtes von Eduard Mörike "Am Rheinfall" übertitelt.


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