Meersburg

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Meersburg eine Stadt mit mittelalterlichem Charme
Meersburg ist eine badische Stadt im baden-württembergischen Bodenseekreis. Sie liegt zwischen Friedrichshafen und Überlingen am nördlichen Bodenseeufer, genauer: am Übergang vom Obersee zum Überlinger See. Ein kleines Städtchen am Bodensee in Baden-Württemberg mit etwa 5400 Einwohnern. Meersburg liegt am Überlinger See an der Grenze zum Obersee. Eine Stadt in "zwei Etagen": Die Unterstadt auf Seehöhe, etwa 400 Meter, und die Oberstadt mit Burg und altem Schloss in fast 500 Meter Höhe.

Eine erste Siedlung wurde bereits 988 erwähnt. Der Name Meersburg leitet sich von der gleichnamigen Burg in der Stadt. In einer Urkunde von 1137 die Burg unter dem Namen Merdesburch (Martinsburg) erwähnt. 1233 wurde dem Ort dass Marktrecht und 1299 bereits das Stadtrecht verliehen.

Im Soiegelsaal des Neuen Schlosses finden jedes Jahr die "Internationalen Schlosskonzerte" statt.

Die auf Schloß Hülshoff bei Münster im Jahre 1997 geborene Annette von Droste-Hülshoff lebte seit 1841 meist am Bodensee, d.h. in Meersburg. Sie starb am 24. Mai 1848 in der Meersburg. Im Gedicht "Am Turme" hören wir, wie sie den Bodensee bei Meersburg erlebte:

Am Turme

Ich steh' auf hohem Balkone am Turm,
umstrichen vom schreienden Stare,
und lass' gleich einer Mänade den Sturm
mir wühlen im flatternden Haare;
o wilder Geselle, o toller Fant,
ich möchte dich kräftig umschlingen,
und, Sehne an Sehne, zwei Schritte vom Rand
auf Tod und Leben dann ringen!

Und drunten seh' ich am Strand, so frisch
wie spielende Doggen, die Wellen
sich tummeln rings mit Geklaff und Gezisch
und glänzende Flocken schnellen.
O, springen möcht' ich hinein alsbald
recht in die tobende Meute
und jagen durch den korallenen Wald
das Walroß, die lustige Beute!

Und drüben seh' ich ein Wimpel wehn
so keck wie eine Standarte,
seh' auf und nieder den Kiel sich drehn
von meiner luftigen Warte;
o, sitzen möcht' ich im kämpfenden Schiff,
das Steuerruder ergreifen
und zischend über das brandende Riff
wie eine Seemöve streifen.

Wär' ich ein Jäger auf freier Flur,
ein Stück nur von einem Soldaten,
wär' ich ein Mann doch mindestens nur,
so würde der Himmel mir raten;
nun muß ich sitzen so fein und klar
gleich einem artigen Kinde
und darf nur heimlich lösen mein Haar
und lassen es flattern im Winde!


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